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IPO

IPO

Die Internationale Prüfungsordnung (kurz: IPO stellt vor allem an die Hunde einige Anforderungen und setzt bestimmte Eigenschaften voraus, so dass der Kreis der Hundesportler in diesem Bereich sehr eingegrenzt ist.

Er setzt sich zusammen aus:

Teil A: Fährte
Teil B: Unterordnung
Teil C: Schutzdienst

Die Fährte

Der Geruchssinn des Hundes leistet hier Feinstarbeit. Er nimmt gleichzeitig unterschiedliche Duftmoleküle in praktisch unbegrenzter Anzahl wahr, selbst dann, wenn nur winzigste Spuren dieser Duftmoleküle vorhanden sind. So ist es zu erklären, dass Hunde auch die Gerüche, die von zertretenen Gräsern, von Kleinstlebewesen, von der verletzten Ackerkrume ausströmen, mit ihrer feinen Nase aufnehmen und von dem andersgearteten Duft der Umgebung unterscheiden können. Der Hund interessiert sich von Natur aus für Wildfährten, musste er doch früher als Wildhund seine Beute durch Witterung suchen und aufstöbern. Diese Veranlagung hat sich als Erbe bis heute fortgepflanzt. Durch die Ausbildung in der Fährtenarbeit können wir unserem Hund, wenn auch nur ersatzweise, etwas seiner Neigung Entsprechendes bieten. Ist der Hund in dieser Disziplin richtig ausgebildet, macht ihm die Suche Spaß und Freude. Er muss eine gelegte Fährte, die ein bestimmtes Aussehen hat, Schritt für Schritt absuchen und darauf abgelegte Gegenstände verweisen. Entsprechend den verschiedenen Prüfungsstufen steigern sich die Anforderungen an den Hund: Zuerst legt der Hundeführer die Fährte selbst (VPG I). Ab VPG II wird dies von einer fremden Person erledigt. Daneben wird die Zeit zwischen Legen und Absuchen der Fährte verlängert. Zudem wird die Zahl der Richtungsänderungen und der zu suchenden Gegenstände erhöht.

Fährtenarbeit ist nichts für Morgenmuffel!!!

Die Unterordnung

Der Gehorsam bildet die Grundlage für das harmonische Zusammenwirken von Hundesportler und Hund. Die Unterordnung im VPG baut auf den Gehorsamsübungen der Begleithundeprüfung auf. Ein ausgeprägter Spieltrieb des Hundes kommen dem Menschen bei dieser Ausbildung seines Vierbeiners weit entgegen. Das gemeinsame Training macht Spaß und festigt und fördert gleichzeitig das gegenseitige Verstehen von Mensch und Hund. In der höchsten Prüfungsstufe, der VPG 3, werden dem Hund u.a. folgende Leistungen abverlangt: Freifolge, Sitz aus der Bewegung, Ablegen in Verbindung mit Herankommen, Stehen bleiben aus dem Schritt, Stehen bleiben aus dem Laufschritt, Bringen eines zwei Kilogramm schweren Bringholzes auf ebener Erde, Bringen eines 650 Gramm schweren Bringholzes im Freisprung über eine 1 Meter hohe und 1,50 Meter breite Busch-Hürde, Klettersprung über eine Schrägwand, Höhe 1,80 Meter, Breite 1,50 Meter, Voraussenden mit Hinlegen.

Der Schutzdienst

Der Vorfahre des Hundes musste seine Beute suchen, erjagen und erkämpfen. Unser Hund darf das nicht mehr, da dies mit den heutigen Umweltbedingungen nicht vereinbar ist. Mit dem kontrollierten und richtig gelernten Schutzdienst auf dem Übungsplatz können wir dem Hund etwas bieten, das seinem angeborenen Beute- und Schutztrieb Rechnung trägt. Geeignet für diese Art des Hundesports sind allerdings nur wesensfeste Hunde bestimmter Rassen, wie z.B. Hovawarte, Airedale-Terrier, Riesenschnauzer, Dobermänner und Schäferhunde u. a.